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Gemeinde Rot am See (Druckversion)

Vereins-News

Modellflieger-Club Brettheim e.V.

Sicher Modellfliegen – das muss man wissen
In den letzten Jahren wurde in der Presse immer wieder über Abstürze oder Fast-Zusammenstößen von Multikoptern (sogenannten "Drohnen") mit Flugzeugen berichtet. Der Betrieb von Modellflugzeugen war in Deutschland schon immer in der Luftverkehrsordnung reglementiert. Modellflugvereine beachten auf ihren Modellflugplätzen die Reglen und informieren die Mitglieder über die aktuellen Vorschriften.
Flugmodelle werden heute in Elektromärkten und bei Discountern als „Spielzeug“ angeboten oder in Online-Shops vertrieben. Leider wird dort vor dem Kauf meist nicht auf die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen hingewiesen und die Käufer informieren sich aus Unwissenheit oft nicht selbst und sind der Meinung, dass "Spielzeug" uneigeschränkt und überall benutzt werden kann. Besonders Multikopter sind beliebt, weil sie sich relativ einfach steuern lassen und auch teilweise mit Kameras bestückt sind. Darauf hat der Gesetzgeber nun reagiert:
Am 1. Oktober 2017 wurde die Luftverkehrsordnung geändert. Neben bisherigen Auflagen wie z. B. dem zwingendem Abschluss einer Halterpflichtversicherung , sind neue Bestimmungen (Gewichtsklassen, Kennzeichnungspflicht, Flughöhenbeschränkungen und Flugbeschränkungen in bestimmten Lufträumen) hinzu gekommen (siehe Beispiel Kartenausschnitt).
Neueinsteiger sollten sich schon vor dem Kauf eines Modellflugzeuges von einen lokalen Modellflugverein beraten lassen. Auch ohne Mitgliedschaft betreut der Modellflieger-Club Brettheim Neulinge gerne bei den ersten Flugversuchen auf dem vereinseigenen Fluggelände. Dort gilt die Höhen- und die 2-kg-Gewichtssbeschränkung nicht, sondern die Flugordnung des Modellfluggeländes. Unsere Homepage http://www.mfc-brettheim.de/ wird aus technischen Gründen überarbeitet und ist deshalb im Moment nicht erreichbar. Wenden Sie sich bei Fragen zum Betrieb von Modellflugzeugen auf unserem Modellfluggelände an Eugen Fürnstahl, Tel. 07955/2887.
 

Hier die wichtigsten aktuell gültigen Reglungen als Übersicht:
Versicherungspflicht
Zum Betrieb eines Flugmodells ist eine spezielle Halterhaftpflichtversicherung zwingend erforderlich. Die meisten Privathaftpflichtversicherungen decken das Risiko von Flugmodellen nicht ab.
2-Kilogramm-Grenze (neu)
Zum Fliegen von Flugmodellen mit einer Startmasse von mehr als 2 Kilogramm ist ein Kenntnisnachweis (ab 14 Jahre möglich) notwendig. Eine Ausnahme sind Modellfluggelände mit Aufstiegserlaubnis und Flugleiter. Dort besteht diese Grenze nicht.
Multikopter/Drohne (neu)
Für Multikopter gilt die 100-Meter-Grenze auch mit Kenntnisnachweis. Ausgenommen ist der Betrieb auf Modellfluggeländen mit Aufstiegserlaubnis und Flugleiter.
Menschenansammlungen
Das Fliegen über und in einem seitlichen Abstand von 100 Meter zu Menschenansammlungen ist verboten.
Kennzeichnungspflicht (neu)
Flugmodelle ab einer Startmasse von 250 Gramm müssen an sichtbarer Stelle in dauerhafter und feuerfester Art und Weise mit dem Namen und der Anschrift des Eigentümers gekennzeichnet sein.
Fliegen in Wohngebieten (neu)
Zum Fliegen in Wohngebieten ist neben dem Einverständnis des Eigentümers des Grundstückes, von dem aus gestartet oder auf dem gelandet wird, auch das Einverständnis der Eigentümer notwendig, über deren Grundstücke geflogen wird.
100-Meter-Grenze (neu)
Zum Fliegen von Flugmodellen über 100 Meter Flughöhe benötigt man ebenfalls einen Kenntnisnachweis (ab 14 Jahre möglich). Auch hier sind Modellfluggelände mit Aufstiegserlaubnis und Flugleiter die Ausnahme. Dort besteht die Flughöhenbeschränkung nicht. Es sind jedoch die Auflagen der Aufstiegserlaubnis zu beachten.
FPV-Fliegen
Das Fliegen per Videobrille oder Monitor (FPV-Fliegen) darf bis zu einer Höhe von 30 Meter betrieben werden, wenn entweder das Modell nicht schwerer als 250 Gramm ist oder ein Luftraumbeobachter eingesetzt wird. Beim FPV-Betrieb über 30 Meter ist ein Lehrer-Schüler-System einzusetzen.
Nachtflug (neu)
Jede Art von Modellfliegen bei Nacht ist generell erlaubnispflichtig.
Flugverbote/Luftraumstruktur
Es existieren Flugverbotszonen rund um sensible Orte wie z.B. Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten oder Bundesfern- und -wasserstraßen. Auch in der Nähe Flughäfen gelten besondere Vorschriften. Spezielle Karten mit Luftraumstruktur und gekennzeichneten Flugbeschränkunsgebieten wie z. B. https://map2fly.flynex.de/ oder die DMFV-Pilot App https://dmfv-pilot.de/ sollten vor jedem geplanten Flug außerhalb von Modellflugplätzen eingesehen werden.
Naturgeschützte Gebiete
Der Überflug von Naturschutzgebieten, Nationalparks, Flora-Fauna-Habitaten und Vogelschutzgebieten ist verboten. Der Überflug von Landschaftsschutzgebieten ist nicht verboten, jedoch können hier Starts und Landungen verboten oder erlaubnisbedürftig sein.
Quelle: Merkblatt des DMFV



 

 

Kartenausschnitt aus Map2Fly Straßen, FFH-, Wohn- und Industriegebiete, Flugplätze usw: Vor einem Flug außerhalb von Modellflugplätzen sollte man sich immer zuerst in einer entsprechenden Karte oder App informieren, ob es dort keine Flugbeschränkungen gibt!
Kartenausschnitt aus Map2Fly Straßen, FFH-, Wohn- und Industriegebiete, Flugplätze usw: Vor einem Flug außerhalb von Modellflugplätzen sollte man sich immer zuerst in einer entsprechenden Karte oder App informieren, ob es dort keine Flugbeschränkungen gibt!
Nicht überall darf mit einem Multikopter gestartet, geflogen und fotografiert werden. 
Generell ist immer das Einverständnis des Grundstückseigentümers vor dem Start erforderlich. Beratung zum Betrieb von Multikoptern außerhalb von Modellfluggeländen bei Hans Helei, Tel. 07955/4766-13
Nicht überall darf mit einem Multikopter gestartet, geflogen und fotografiert werden.
Generell ist immer das Einverständnis des Grundstückseigentümers vor dem Start erforderlich. Beratung zum Betrieb von Multikoptern außerhalb von Modellfluggeländen bei Hans Helei, Tel. 07955/4766-13

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